Die BDP ist tief gesunken – Hakenkreuz auf der BDP Internetseite

Aarau/Zürich, 26. Februar 2016

Ein Anwalt aus dem Aargau zeigt Parvez Sheik Fareed – den Erschaffer des umstrittenen Sujets und Plakats – an. Wie die «Aargauer Zeitung» schreibt, hat Müller diesen Schritt gestern auf Facebook mitgeteilt. Dort schreibt er: «Ungeheuerlich, dieses Plakat… meine Strafanzeige gegen Herrn Parvez Sheik Fareed habe ich heute Nachmittag bei der Staatsanwaltschaft des Kantons Zürich eingereicht.»

Gegenüber der Zeitung sagt Müller: «Ich bin der Meinung, dass die Rassismus-Strafnorm verletzt wird.» Auf dem Plakat werde das Schweizerkreuz zu einem Nazi-Symbol pervertiert, findet der Rechtsanwalt.

Die BDP und ihr Präsident stehen immer noch hinter diesem Bild und wollen sich weder entschuldigen noch von Ihrer Ansicht abweichen.

 

Bern/Zürich, 24. Februar 2016

Die SBB geben in einer Eilmeldung heute bekannt, dass sie die Werbung mit dem Hakenkreuz per sofort nicht mehr zeigen: «Das Plakat mit dem Hakenkreuz auf rotem Grund hat Kundinnen und Kunden in ihren Gefühlen in tiefster Weise verletzt.»

Ein Kommentar zur der ganzen Geschichte finden Sie im Tages-Anzeiger.

 

Bern, 23. Februar 2016

Screenshot 2016-02-15 21.02.00«Mit dem Hakenkreuz auf sich aufmerksam machen. Tiefer geht es nicht mehr. Damit werden auch die Greuel des National-Sozialismus verharmlost. Einer demokratischen Partei und ihrem Parteipräsidenten unwürdig!» Dies sind nur einige Stimmen die sich entsetzt über die BDP und deren Präsidenten Martin Landolt äussern.

Im Text der BDP Homepage schreibt Martin Landolt, Parteipräsident der BDP, im Internet : «Wir werden weiterhin beharrlich und konsequent lösungsorientierte Sachpolitik betreiben». Um gleich weiter unten die verschandelte Schweizer Flagge mit Hakenkreuz zu posten. Und niemand gebietet im Einhalt oder niemand von der BDP hat Anstand genug, seinen Parteipräsidenten in die Schranken zu weisen. Ganz im Gegenteil, in seinem Tweed in Twitter betont Martin Landolt nochmals die Wichtigkeit und Richtigkeit seines Beitrags. Gleich nach dem Beitrag zur Gratulation an den Volleyballverein von Näfels. Diese Gewichtung seiner Statements sind ein blanker Hohn. Martin Landolt, Parteipräsident BDP, macht gegenüber Blick heute nochmals klar: «Ich mache keine Rückzieher»!

Yves Kugelmann, Chefredaktor des jüdischen Wochenmagazins «Tachles» sagt: «Schwachsinn, um Aufmerksamkeit zu erregen.» (Quelle: Tages Anzeiger).

Martin Landolt muss sofort zurücktreten und sich beim Schweizer Volk entschuldigen. Da dieses Pamphlet nun auch noch in den grossen Bahnhöfen von Zürich und Bern an prominenter Stelle geschaltet werden, sollte die Justiz überprüfen, ob Symbole des Dritten Reiches im öffentlichen Raum überhaupt benützt werden dürfen.

Ein Leserbeitrag lautet: «Es sind bis jetzt 30 Beschwerden gegen das Plakat eingegangen. Man stelle sich vor, was in der Schweiz und insbesondere in den Medien und beim Schweizer Fernsehen los wäre, wenn die SVP ein solches Plakat geschaltet hätte.» Ein weiterer schreibt: «Eine 4% Partei die eine eigene Bundesrätin hatte (die nur dank Ränkespielen der SP und Teile der CVP an die Macht kam), die fast im Alleingang den Bankenplatz Schweiz inklusive Bankgeheimis gebodigt, respektive ruiniert hat und jetzt ein Parteipräsident der seine eigene Partei beerdigt. Hoffentlich gibt es diese überflüssige Partei von Gekränkten bald nicht mehr.»

Es klingt wie blanker Hohn, wenn Martin Landolt schreibt: «„Wir sind nun aufgefordert, die Chance zu packen, dass wir in Zukunft nur noch an unseren Themen und Positionen gemessen werden können.“» Wie verzweifelt muss ein Parteipräsident sein, dass er mit einer als Hakenkreuz verunstalteten Schweizer Fahne auf sich aufmerksam machen muss?

Das Schweizer Strafgesetzbuch (STGB) sagt dazu:

Art. 270
Tätliche Angriffe auf schweizerische Hoheitszeichen
Wer ein von einer Behörde angebrachtes schweizerisches Hoheitszeichen, insbesondere das Wappen oder die Fahne der Eidgenossenschaft oder eines Kantons, böswillig wegnimmt, beschädigt oder beleidigende Handlungen daran verübt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft.

 

Twitter-Beitrag von Martin Landolt, BDP

Twitter-Beitrag von Martin Landolt, BDP

Martin Landolt

Martin Landolt

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Eine Antwort to “Die BDP ist tief gesunken – Hakenkreuz auf der BDP Internetseite”

  1. Politik der Schweiz

    Feb 23. 2016

    … Die Instrumentalisierung des Hakenkreuzes zu kurzfristigen Zwecken beleidigt die Opfer der Nazis. Stellt man das Symbol im Zürcher oder anderen Schweizer HBs neben Fotos von Hakenkreuzfahnen etwa im Warschauer Ghetto 1943, erkennt man: Was in Zürich eben geschah, ist eine Banalisierung und Bagatellisierung der Geschichte. (Tages-Anzeiger)